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12 August, 2016
Digitalisierung im Gastgewerbe

Wir lesen unsere Zeitung auf dem Tablet, buchen Reisen über das Smartphone und steuern unsere Heizung per App. Die Digitalisierung des Alltags schreitet voran – und macht auch an der Schwelle zu Bars, Restaurants und Hotels nicht Halt. Zum Glück!

Richtig, früher war – frei nach Loriot – mehr Lametta, sprich: alles besser. Bier war Bier und musste nicht als “Bier-Mix“ daherkommen. Der Gast bestellte, was „uff der Karte“ stand, kein veganes Schischi. Und überhaupt zählten Herzlichkeit im Service und eine gute Küche mehr als schillernde Außenwerbung oder ein top gepflegter Facebook-Auftritt.
Fazit: Man kann jetzt natürlich trotz Digitalisierung so weiter machen wie immer. Oder aber, man bewahrt sich seinen eigenen Stil und nutzt die neuen digitalen Möglichkeiten, um seine Gäste noch besser zu bedienen und zu binden.

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Drei Stunden und 56 Minuten Freizeit haben wir Deutschen im Schnitt am Tag.
Das ermittelte zuletzt die Stiftung für Zukunftsforschung. Nicht wenig dieser Freizeit verbringen wir in Bars, Clubs, Restaurants und Hotels. Unser Ziel: entspannen, nette Menschen treffen, aber vor allem konsumieren. Ob etwas bestellt wird, steht mit dem Eintritt schon nicht mehr zur Debatte. Die Frage ist nur noch: was? Digitale Werbeträger erzeugen ungleich mehr Aufmerksamkeit als Poster und Aufsteller, häufig sogar mehr als die gute alte gedruckte Speisekarte. Für Gastronomen und Hoteliers ist das vor allem eine Riesenchance. Wer die neuen Medien gekonnt einsetzt, kann Aktionen befeuern, neue Produkte erfolgreich platzieren und kurzfristig Personal recruiten.

Das haben mittlerweile auch Werbedienstleister erkannt und bieten ausgeklügelte digitale Systeme, bestehend aus Flatscreens und Tablets, die online bespielt werden. In Echtzeit können so Preise angepasst, Aktionen eingespielt und tageszeitabhängige Angebote aufgeschaltet werden. Ein Beispiel: Der Mittagstisch läuft auf zwei Displays im Rückbuffet und zwei Screens, die – angenehm integriert – im Gastraum hängen. Zwischen zwölf und 15 Uhr erhält dieses Angebot im Durchlauf der Anzeigen die höchste „Sendezeit“. Am Abend schaltet die Software automatisch die „Happy Hour“-Bewerbung zu und passt den Fokus auf die Kundenbedürfnisse an.

Die Liste der idealen Kandidaten für eine Ausstattung mit den digitalen Werbeträgern ist lang und reicht von der gehobenen Gastronomie, über Bars, Lounges, Diskos und Clubs, bis zu Hotels und Systemgastronomie. Aber auch in der Stadtteilgastronomie oder dem klassischen Restaurant macht der Einsatz digitaler Display-Werbung oder interaktiver Speisekarten auf Tablets Sinn.

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Am Ende ist es also wie immer: Wenn eine Entwicklung nicht aufzuhalten ist, hilft es wenig, sich komplett zu verweigern. Bewegte Bilder und digitale Medien erzeugen nun mal eine deutlich höhere Aufmerksamkeit als gedruckte Karten oder Aufsteller. Wer den eigenen Stil, seinen hohen Anspruch und das untrügliche Gespür für die Bedürfnisse seiner Gäste auch digital auslebt, kann also nur gewinnen.

von: AHOII.NET
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